Italien legalisiert Cannabis aus eigenem Anbau

Ein wenig Marihuana zu Hause anzubauen, sollte kein Verbrechen sein, das den Obersten Gerichtshof Italiens regiert.

Bis Dezember 2019 war in Italien sowohl das Rauchen als auch der Anbau von Cannabis illegal. In einem bahnbrechenden und kontroversen Schritt hat das vom Obersten Gerichtshof angeforderte italienische Kassationsgericht dieses Urteil jedoch aufgehoben. Dies bedeutet nun, dass es jetzt in kleinen Mengen legal ist, Cannabis für den persönlichen Gebrauch anzubauen.

Der Anbau und Verkauf von Marihuana wurde nach den in den 1990er Jahren geltenden Gesetzen als illegal eingestuft. Inkonsistente Gerichtsentscheidungen haben sich jedoch in einigen Fällen als widersprüchlich erwiesen, seit diese Gesetze verabschiedet wurden, was zu einer gewissen Unsicherheit in Bezug auf sie führte.

Dies geschieht, nachdem mehrere Fälle aufgrund der Kontroverse um solche Gesetze außer Kraft gesetzt oder außergerichtlich geworfen wurden.

Der Oberste Kassationsgerichtshof (corte suprema di cassadione) ist das höchste Berufungsgericht in Italien. Der Zweck des Gerichts besteht darin, die korrekte Anwendung des Rechts in minderwertigen Gerichten und Berufungsgerichten sicherzustellen. Das Oberste Gericht kann ein Urteil oder eine Entscheidung eines Untergerichts ablehnen oder bestätigen.

Das Gericht hat zum Teil einige Klarstellungen zu den Gesetzen des Marihuana-Anbaus gegeben und entschieden, dass „der Anbau kleiner Mengen Cannabis im Inland ausschließlich für den Erzeuger“ im Land keine Straftat mehr darstellt.

Dies ist eine willkommene Entscheidung für Matteo Mantero, einen Senator der mitregierenden 5-Sterne-Bewegung. Herr Mantero, der sich seit langem für die Legalisierung des Handels einsetzt, sagte zu dem Urteil: „Das Gericht hat den Weg geebnet. Jetzt liegt es an uns “.

Herr Mantero legte eine Änderung des Haushaltsplans 2020 vor, in der die Legalisierung und Regulierung des inländischen Cannabiskonsums gefordert wurde, die jedoch vom Senatssprecher der konservativen Partei von Silvio Berlusconi als unzulässig eingestuft wurde.

Die Logik hinter dieser neuen Entscheidung muss noch klargestellt werden, und eine gründlichere, umfassendere Entscheidung wird möglicherweise erst nach Wochen oder Monaten für die Öffentlichkeit freigegeben.

Es bleibt unklar, ob in der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zwischen Cannabispflanzen unterschieden wird, die als Hanf oder Marihuana bezeichnet werden.

Die Hanfpflanze besteht hauptsächlich aus CBD-Öl (Cannabidiol) und enthält typischerweise weniger als 0.3% THC (Tetrahydrocannabinol). Dies ist die Chemikalie, die dem Benutzer ein hohes Gefühl vermittelt und das Gefühl fördert, hoch zu sein. Es kann auch ein Gefühl der Psychose bei Benutzern erzeugen.

 Italien schließt sich nun der ständig wachsenden Zahl europäischer Länder an, die sich für die Legalisierung von Cannabis eingesetzt haben, wie Luxemburg, Malta, Deutschland und die Schweiz.

Hoffentlich wird dies nun den Weg für andere Länder ebnen, diesem Beispiel zu folgen.

 

 


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